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Die altmodischen Physiker
Warum sollte man heutzutage noch Dürrenmatt lesen? Ein Buch mit drei Physikern in einer Nervenklinik, das klingt doch altmodisch und staubig. Definitiv nicht nach einer Lektüre, die man sich freiwillig neben die Kaffeetasse legt. Und doch ist Friedrich Dürrenmatts „Die Physiker“ eines der Stücke, bei denen man zuerst verwirrt ist, danach über die bizarre Handlung lacht und bei…
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Homo Faber
Max Frisch 1957 DER MENSCH ALS MASCHINE? Der Roman Homo Faber von Max Frisch wirkt erstaunlich modern – vielleicht gerade deshalb, weil er von einem Menschen erzählt, der glaubt, alles im Griff zu haben. Bücher sind manchmal wie Spiegel. Und manchmal wie Warnschilder. In einer Welt, in der wir alles planen, optimieren und berechnen wollen,…
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Mord à la Carte
Unterwegs im Krimitram: Ein Event des Buchfestival „Zürich liest“ Autos hupen, der Abendverkehr Zürichs ist in vollem Gange, während die Nacht den Tag langsam überrollt. Die Strassenlichter reflektieren in den vielen Pfützen auf dem Asphalt, die vom Regen der früheren Stunden stammen. An der Spezialhaltestelle des Bellevues steht ein scheinbar normales Tram. Die leuchtende Aufschrift…
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Wenn Fantasie Gestalt annimmt
Zwei Dilogien, zwei Autorinnen, zwei unterschiedliche Ansätze, ein Buch zu schreiben. Dieser Prozess, wie ein neues Universum innerhalb eines Buches entsteht, wird oberhalb des Cafés Karl der Grosse von den Autorinnen Lily s. Morgan und Corine Burkhart für dir Zuschauer offengelegt. Foto: privat Deckenlampen tauchen den kleinen Raum mit den weissen Wänden und den aufgereihten…
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Ironie und Realität: Nora Osagiobare über den Alltagsrassismus
Vor dem Volkshaus tummeln sich die Leute und betreten die Buchhandlung. Die Hörer*innenschaft begibt sich in das Untergeschoss und nimmt auf den schwarzen Stühlen Platz. Gespannt blicken alle auf Nora Osagiobare, die eine Dose Red Bull vor sich stehen hat. 20 Uhr – so spät noch ein Red Bull? Buchhandlung Volkshaus, Zürich, Foto: Privat Nun…
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Writers in Prison Day: Yirgalem Fisseha Mebrahtu
Es war ein kalter Novemberabend, als ich mich ins Literaturhaus Zürich begab und mich im runden Raum mit Notizblock und Stift in der Hand in die zweite Reihe setzte. An diesem Abend stand eine Lesung von Yirgalem Fisseha Mebrahtu auf dem Programm. Der helle Raum füllte sich langsam mit Menschen. Das Publikum bestand vor allem…
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Die Erfindung des Ungehorsams: Künstliche Intelligenz und Feminismus
Im Roman die Erfindung des Ungehorsams erzählt die Autorin Martina Clavadetscher die Geschichten von drei verschiedenen Frauen an drei unterschiedlichen Orten die trotzdem verbunden sind. Iris, Adas und Lings Geschichte werden in eine Art Kapitel unterteilt. Der ganze Roman hat eine an Lyrik erinnernde Formatierung. Der Schreibstil im Allgemeinen grenzt an das Dichtende. Das Buch…
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Superyachten
Superyachten liegen schon seit Jahren in bestimmten Häfen und Regionen verteilt auf der ganzen Welt. Bis vor einiger Zeit ganz ruhig und bewundert. Aufgrund von Sanktionen gegen das kriegsführende Russland wurden einige wie die „Dilbar“ eines russischen Oligarchen beschlagnahmt und die grossen Superyachten gerieten seither immer mehr in die Kritik. „Eine Handvoll Superreicher amüsiert sich…
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Verrückt im All
Stanislaw Lems „Solaris“ ist ein Meisterwerk der Science-Fiction und Philosophie, das den Leser auf eine faszinierende Reise in die Tiefen des Universums und der menschlichen Psyche mitnimmt. Planet mit eigenem Willen Solaris ist ein Planet, der fast vollständig von einer gallertartigen Masse bedeckt ist. Dieser Ozean ist nicht nur in der Lage alle möglichen Formen…
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Blutbuch – Mein Kommentar an die Hater
Der/die Autor*in Kim de l’Horizon gewann dieses Jahr mit deren Debütroman nicht nur den Schweizer, sondern auch den deutschen Buchpreis. Überall wurde über dieses Buch geredet, lobend aber auch kritisch. Dies erweckte meine Aufmerksamkeit und ich wollte nun selbst herausfinden, was es mit dem Hype auf sich hat. Im Laufe meiner Recherche bin ich jedoch…