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Feminismus & Klimabewegung: Hermann und Rosenwasser kennen den Zusammenhang 

Auf humorvolle so wie informative Art und Weise diskutierten die beiden Aktivist*innen Anna Rosenwasser und Cyrill Hermann über aktuelle Herausforderungen und die heiss diskutierte Themen, Klimawandel und Feminismus.

Quelle: eigenes Bild

In der urchigen, alten ehmaligen Helferei, die einen grossen Kontrast zu den diskutierten Themen darstellt, findet eine Vielfalt verschiedener Menschen von jung bis alt platz. Die Klimaseniorinnen, wie auch Studierende, Pensonierte, aber nur wenige im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Anna Rosenwasser und Cyrill Hermann veröffentlichten beide ein Buch über ein umstrittenes Thema. Anhand dieser Bücher erklären die Aktivist*innen wie die Klimabewegung und das Patriarchat zusammenhängen.

Im Buch „Herz“, eine Herzensangelegenheit von Anna Rosenwasser schildert sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse rund um den Feminismus, sowohl aus ihrem Privatleben als auch aus ihrer Tätigkeit als Nationalrätin.

In „What Do We Want?“ reflektiert und analysiert Cyrill Hermann die Entstehung, Herausforderungen und Zukunft der Klimabewegung in der Schweiz. Das Buch zeigt, wie viel Power, Zweifel und Hoffnungen in jungem Aktivismus stecken und fragt, wie es mit der Bewegung weitergehen kann.

Quellen: Rotpunktverlag

Er hat ein Sachbuch geschrieben, sie einen Roman. Die beiden reden darüber, wie unterschiedlich sie an ihre Bücher herangegangen sind. Cyrill hält sich selbst eher im Hintergrund sein Buch ist sachlich, faktenbasiert und stellt die Klimabewegung als Ganzes in den Mittelpunkt. Er findet, zu viel Aufmerksamkeit oder Macht auf eine einzelne Person zu lenken, kann gefährlich sein. Anna sieht das etwas anders: Sie findet, es darf auch mal jemand im Zentrum stehen. In ihrem Buch erzählt sie offen von sich selbst, ihren Erfahrungen und Meinungen, ganz persönlich und direkt.

Anhand ihrer Bücher zeigen Anna Rosenwasser und Cyrill Hermann, dass die Klimakrise und das Patriarchat zusammenhängen. Sie kommen zum Schluss, dass es in beiden Fällen um Macht und Ungerechtigkeit geht. Beim Patriarchat geht’s um ungleiche Behandlung von Männern, Frauen und queeren Menschen. Bei der Klimakrise darum, dass reiche Länder mehr verursachen und ärmere mehr darunter leiden. Anna und Cyrill finden, dass Frauen und queere Menschen stärker betroffen sind und dass man den Klima und Gleichberechtigungskampf nicht trennen darf.

Das Gespräch ist sehr lebendig, alle fühlen mit, alle lachen und das Publikum wird stark einbezogen, da mehrmals die Möglichkeit gegeben wird, Fragen zu stellen. Eine, die uns besonders geblieben ist, ist wie Anna und Cyrill damit umgehen, wenn sie mit Personen diskutieren, die eine komplett andere Meinung haben. Wie viel Energie investieren sie in das Rechtfertigen und Argumentieren von Klimaaktivismus und Feminismus? Sie geben uns den Rat, auf unser Herz zu hören und sich einzusetzen für Themen für die man brennt. Man soll das Gespräch mit Andersdenkenden suchen, sie herausfordern und vielleicht von einer anderen Meinung überzeugen, aber stets respektvoll miteinander bleiben.

Der Schluss bringt alle zum Lachen. Die Veranstalterin bedankt sich bei den beiden „Autoren“ Anna und Cyrill, mehrmals betont sie das Wort AUTOREN. Ohne das Gendern, ohne das Einbeziehen von Anna. Die Veranstalterin realisiert das nicht, wodurch das Publikum in Gelächter ausbricht.☺️


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